Hamburger Morgenpost | 26. April 2001 | Seite 10

Einwanderer sollen Deutsch lernen


Die CDU tue sich schwer mit den "Themen Migration, Ausländer und Frauenpower", räumte ihr Spitzenkandidat Ole von Beust bei einer Veranstaltung in der Evangelischen Akademie ein. Deshalb habe er sich die im Iran geborene, in Hamburg erfolgreiche Unternehmerin Hourvash Pourkian als Beraterin für Gesellschaftspolitik geholt. In ihrem Vortrag umriss sie die Situation auf dem Arbeitsmarkt: Der Anteil der Einwanderer an den Arbeitslosen sei von 14,8 Prozent im Jahr 1990 auf 22 Prozent angestiegen. Das Problem – vor allem der Frauen – seien mangelnde Sprachkenntnisse.

Ihr Lösungsvorschlag: Alle müssen die deutsche Sprache lernen. Jede Ausländerin und jeder Ausländer sollte beim Eintreffen in Deutschland ein "Integrationspaket" mit Informationen, Adressen von Beratungsstellen und Sprachkursen erhalten. Einwanderer sollen lernen, welche Rechte und Pflichten sie hier haben. Auch die Deutschen müssten etwas tun: Migranten sollten in Schulen über ihr Land berichten und sie sollten zu Gemeinschaftsarbeit eingeladen werden. Ein Beispiel: Zusammen mit den Kleingartenvereinen könnten sie "internationale Gärten" anlegen. sm