Hamburger Wochenblatt | 17. April 2007

Hourvash Pourkian kämpft für den Weltfrieden


Mit zehn Jahren hatte Hourvash Pourkian ein Schlüsselerlebnis. Da erlebte sie in ihreriranischen Heimat, wie japanische Frauen einen Tisch deckten und anschließend mit Stäbchen aßen. Die kleine Hourvash stellte fest, dass es ganz andere Kulturen in dieser Welt gibt als die eigene. "Das fand ich faszinierend", erzählt die Textilunternehmerin heute. Die Faszination steigerte sich, als die 16-jährige ihrem Vater, der aus politischen gründen aus dem Iran emirgriert war, mit ihrer Mutter und zwei Geschwistern nach Hamburg folgte und in ihrer neuen Heimat die Fremdsprachenschule besuchte. Dort tra sie auf Teenager aus allen herren Ländern. Der Wunsch nach Verständnis der Kulturen untereinander, prägte künftig ihr Leben. Vor zwei Jahren gründete Hourvash Pourkian das Prjekt "Switch - In vier Tagen um die Welt". Kinder im Alter von neun bis 14 Jahren können im Rahmen von "Switch" innerhalb von vier Tagen drei Familien aus Ländern kennenlernen, die ihnen fremd sind. "Damit kann ich dazu beitragen, dass Menschen verschiedener Kulturen sich kennen lernen, wodurch die Welt vielleicht ein wenig friedvoller wird. Bei den Kindern muss man anfangen", erläutert Hourvash Pourkian. Die gebürtige Iranerin, die immer in de nStadtteilen rund um die Außenalster lebte, hat auf ihren Geschäftsreisen viele Länder und Kulturen gesehen und Vorurteile revidiert. Sie weiß um die Gegensätze und Konflikte zwischen den Kulturen. "Ich habe in Südafrika die Apartheid und deren Ende miterlebt", erzählt die zierliche Geschäftsfrau. In Hamburg hat Hourvash Pourkian sich als Geschäftsfrau duchrgesetzt. Sie studierte Betriebswirtschaft, belegte Managementkurse und begann in einem Textilunternehmen zu arbeiten. 1988 gründete sie eine Firma für Freizeitmoden. Seit 2001 vertreibt sie Maßkostüme für Businessfrauen.  Doch Hourvash Pourkian ist nicht nur eine erfolgreiche Unternehmerin und Kämpferin für Kulturverständigung und Weltfrieden. Die Iranerin aus Hamburg schreibt auch Bücher. Gemeinsam mit ihrem Vater (!) veröffentlichte sie eine Abhandlung über die Rollen der Geschlechter mit dem Titel "Macht macht müde Frauen munter". Seit 2004 leitet sie außerdem die Sendung "Kulturbrücke Hamburg" des Senders Tide TV. Als referntin und Rednerin ist Hourvash Pourkian unermüdlich in Sachen kulturelle Veranstaltungen und "Frauen und Macht" im Einsatz. Kommt die Powerfrau auch mal zur Ruhe? Wohl kaum, denn Entspannung findet das Aktivbündel beim Sport im Fitness-Studio. Und ihr Tag beginnt in Rotherbaum, wo sie seit fünf Jahren wohnt, mit Joggen.  

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