Macht macht müde Frauen munter

Human Pourkian & Hourvash Pourkian

Internationaler Human Verlag, Hamburg 1998, 240 Seiten 
Euro 15,- 
ISBN 3-9806223-0-4
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Die Zukunft wird weiblich

– wenn Frauen lernen, ihre Werte zu erkennen und ihre Potentiale zu nutzen. Sie müssen sich gegenseitig unterstützen und verbünden.

Die Autoren – Vater und Tochter – haben die Machtstellung von Frauen in Geschichte und Gegenwart analysiert und kommen zu dem Schluß, daß den Frauen in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts eine bedeutend machtvollere Position zusteht.
Dieses Buch zeigt Frauen und Männern die zukunftsweisenden Potentiale, die sich aus einer gerechten Machtverteilung ergeben und ermutigt sie, diese Chancen zum Wohl aller Menschen zu nutzen
.

»Aus der Geschichte ist längst zu lernen, daß nur Machtgleichgewicht langfristig Erfolg für ein produktives, erfülltes und friedliches Miteinander garantiert.«

Prof. Dr. Michel E. Domsch in seinem Geleitwort


Wer oder was ist eigentlich eine "moderne Frau"? Auf diese simple Frage gibt es sicher viele Antworten, und nicht wenige werden auf von der Werbung stilisierte Rollenklischees verweisen und vielleicht sogar in einer Claudia Schiffer die Inkarnation der modernen Frau zu erkennen glauben.

Das Autorenteam Human und Hourvash Pourkian ist da ganz anderer Ansicht. "Man muß sagen, daß das Ideal der modernen Frau nur in ihrer Menschlichkeit und Freiheit liegen kann, in einer Frau, die nach den wahren menschlichen Werten strebt, sich nicht von Werbeslogans, die den Gehirnen von einigen Kapitalisten entspringen, einfangen läßt und sich nicht die kosmetische Maske einer Konsumware auf dem patriarchal-kapitalistischen Markt unter dem Namen 'Freiheit', 'Unabhängigkeit', 'Modernität' und 'Menschlichkeit' aufsetzt", heißt es an einer Stelle im Buch "Macht macht müde Frauen munter/Der Machtanspruch der Frau im 21. Jahrhundert und warum Männer dabei nicht(s) verlieren".

Human und Hourvash Pourkian, interessanterweise Vater und Tochter iranischer Herkunft (!), verfolgen mit ihrem engagierten Buch zum Thema 'Frau und Gesellschaft' ein hohes Ziel: die Vermittlung fundierter Informationen und erhellender Einsichten zur Rolle der Frau in Geschichte, Gesellschaft und Politik, damit die Frauen ihren wahren Charakter erkennen und ihre großen Potentiale besser nutzen können. Frauen, so ein Ergebnis der in diesem Buch veröffentlichten Recherchen, definieren Macht als "Übernahme von Verantwortung" und "Beziehungsphänomen", aber nicht als "alleiniger Besitz der Herrschaft" - wie es oft in männlichen Machtstrukturen der Fall ist. Frauen können deshalb mit der Macht besser umgehen, weil aus der Bereitschaft der Verantwortungsübernahme Fürsorge entsteht. Und Fürsorge dient der ganzen Gesellschaft und führt zu einem friedlichen und konstruktiven Miteinander.

Um ihre Thesen zu belegen, befassen sich Human und Hourvash Pourkian auch mit berühmten Frauengestalten aus Geschichte und Gegenwart – von Kleopatra und Katharina der Große über Evita Perón und Indira Ghandi bis zu Margareth Thatcher und Rita Süßmuth – beleuchten unter anderem die Quotendiskussion, die Beziehung zwischen Mutterschaft und Führungsqualitäten und setzen sich mit feministischen Positionen durchaus kritisch auseinander.

Das Buch von Human und Hourvash Pourkian ist nicht nur ein überaus lesenswertes Werk mit einer Fülle von Informationen und neuen Sichtweisen auf vermeintlich Vertrautes, sondern auch eine Fundgrube für viele anregende, kontroverse und sicherlich auch provokante Diskussionen - nicht nur unter Frauen, sondern auch zwischen Frauen und Männern und hoffentlich auch unter Männern!